Das Auge der
Meret Oppenheim
04.10.08 _ 11.01.2009
Kurator: Valerio Dehò
Schirmherrschaft: Stiftung Südtiroler Sparkasse
Meret Oppenheim war eine außergewöhnliche Künstlerin und eine außergewöhnliche Frau.
1914 als Tochter eines deutschen Arztes und einer Schweizerin in Berlin geboren, verbringt sie einen Großteil ihrer Jugend bei den Großeltern in der Schweiz und zieht 1932 nach Paris, um Künstlerin zu werden. Aufgenommen in den Kreis der surrealistischen Avantgarde, bleibt sie dennoch selbstständig und ihrer eigenen künstlerischen Entwicklung treu.
Meret Oppenheim ist das Aktmodell hinter der Druckerpresse auf den bekannten Fotos (1933) von Man Ray.
Von Meret Oppenheim stammt die Ikone des Surrealismus, das als „Pelztasse“ bekannte Objekt Le Déjeuner en fourrure (1936).
Doch Meret Oppenheim und ihr Schaffen lassen sich nicht reduzieren oder kategorisieren. Meret Oppenheim will weder Modell noch Muse noch das Aushängeschild des Surrealismus sein. Die Künstlerin sucht ihren eigenen Weg, sie will und kann sich nicht auf eine thematische oder formale Richtung festlegen. Zeit ihres Lebens experimentiert sie, schafft Ölbilder, Assemblagen, Collagen, Objekte aus unterschiedlichsten Materialien. Sie zeichnet, sie fotografiert, bearbeitet Fotografien und schreibt Gedichte.
Meret Oppenheim träumt und hält diese Träume ab ihrem 14. Lebensjahr fest. Ihr Vater, ein Arzt, macht sie mit den tiefenpsychologischen Theorien von C. G. Jung und dessen Traumdeutung bekannt. Die Symbole des Unbewussten sind der Fundus ihres künstlerischen Schaffens, sind die Sprache, in der sie in ihren Werken und Gedichten spricht.
Die Ausstellung „Das Auge der Meret Oppenheim“ bei kunst Meran will einen möglichst breiten Querschnitt des Werks der Schweizer Künstlerin zeigen. Ihr vielfältiges Schaffen wird anhand einiger thematischer Schwerpunkte dargestellt, die ihre Entwicklung als Künstlerin und Frau nachvollziehbar machen. Es werden v. a. Arbeiten aus den letzten zwanzig Jahren ihrer künstlerischen Tätigkeit gezeigt, von den 1960er-Jahren bis zu ihrem Todesjahr 1985. Mit über sechzig Zeichnungen, Skizzen, Ölbildern und Objekten zeichnet die Ausstellung vorwiegend ihre Auseinandersetzung mit der Jung’schen Traumsymbolik und den Archetypen nach, die außerordentlich wichtig für das Kunstverständnis der Surrealisten war. Eine Auswahl an Gedichten aus ihrem umfangreichen lyrischen Werk, unveröffentlichte Briefe an den Regisseur Georges Goldfayn, Fotos von Man Ray und Dokumentarfilme entwerfen ein möglichst vollständiges Bild dieser eigenwilligen und weitsichtigen Künstlerin.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Valerio Dehò (Bologna), Therese Bhattacharya-Stettler (Kunstmuseum Bern), Christiane Meyer-Thoss (Frankfurt) u.a.
Führungen für Schulklassen
- Grund- und Mittelschulen
- Eintritt frei, 1,00 € für die Führung
- Oberschulen
- 1,50 € Eintritt + 1,50 € für die Führung.
Voranmeldung erforderlich!
Vortrag
Donnerstag, 13. November, 20 Uhr
Christiane Meyer-Thoss “Meret Oppenheim – Poesie am Werk”
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Meret Oppenheim
Vortrag
Do, 13. November, 20 Uhr
Christiane Meyer-Thoss “Meret Oppenheim – Poesie am Werk”

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