
Where the Streets have no Name
Wirklichkeit nicht als Darstellung, sondern als Anteilnahme. Als gegen Ende der 70-er Jahre wichtige Phänomene wie die Graffitikunst aufkamen, wird sofort offenbar, dass zwischen der Popkultur und jener, die die Jugendlichen in die Straßen und U-Bahnen tragen, eine Blutsverwandtschaft besteht. Nicht nur die gewählten Handlungs-Orte gehören dem sozialen Leben der großen Städte an, sondern nur in den überfüllten Räumen, gezeichnet vom täglichen Vorbeiziehen tausender Personen, kann sich eine Form als Grenzform der künstlerischen Kommunikation wie jene des Writings profilieren. Eine innovative Strömung, welche die Kunst aus den Galerien und Museen herausholt, als Bildträger das verwendet, was sich auf der Straße findet, von den städtischen Mauern bis hin zu den Bahn- und U-Bahnzügen. Die Graffitikunst sucht nach dem direkten Kontakt mit dem Publikum und findet ihn auch. Es sind die Masse oder die akrobatischen Locations, die diese Jugendlichen interessieren, die, immer noch, die Polizei herausfordern. Das gesamte System der Kunst, das von Tom Wolf der Lächerlichkeit preisgegeben wurde, wird umgangen und als nutzlos oder zumindest wenig interessant empfunden. [...]
Valerio Dehó
(Auszug aus dem Katalog-Text)

Blu ed Ericailcane, Meran 2006

Blu ed Ericailcane, Meran 2006 (Detail)

Kiddy Citny, Meran 2006
Künstler:
Jean-Michel Basquiat
Kiddy Citny
Laurina Paperina
Keith Haring
Chris Johanson
Andrea Renzini
Barry McGee
Toxic
Max Rohr
Ramm-ell-zee
Bartolomeo Migliore
Blu ed Ericailcane
Ari Marcopoulos
Cuoghi e Corsello
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Blu ed Ericailcane
College Crash
1988
Spraymalerei

Laurina Paperina
2005
Acryl, Spray und Tinte auf Karton
15 x 20 cm
Courtesy Galleria Perugi, Padova
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