man ray magie
Biografie
Man
Ray wurde 1890 in Philadelphia (USA) als Sohn von Auswanderern
aus der Ukraine und Weißrussland als Emanuel Radnitzky geboren.
Nach einem Ingenieur- und Architekturstudium ging er nach
New York, wo er von 1908 bis 1912 Kunst studierte.
Beeinflußt von der legendären Armory Show von 1913 wandte
er sich nach kubistischen Anfängen dann zusehends der Abstraktion
zu. Er lernte Marcel Duchamp und Francis Picabia kennen und
war einer der Gründer der New Yorker Dada-Sektion.
Von 1921 - 1940 lebte er in Paris, wo er sehr schnell in
die Kreise der Dadaisten und Surrealisten aufgenommen wurde.
Der Ausbruch des 2. Weltkrieges veranlaßte Man Ray 1940 nach
Amerika zu fliehen und sich in Hollywood niederzulassen. 1946
heiratete er Juliet Browner, die ihn zu zahllosen Aufnahmen
inspirierte. 1951 kehrte er nach Paris zurück, wo er 1976
starb.
"Ich male, was nicht zu fotografieren ist, und fotografiere,
was ich nicht malen möchte... Zwischen Malerei und Fotografie
besteht nicht die geringste Konkurrenz, sie sind zwei verschiedene
Medien auf verschiedenen Wegen", so lautete Man Rays Credo.
Nachdem
er die Fotografie zunächst als Mittel der Dokumentation einsetzte,
wandte er sich relativ schnell den künstlerischen Möglichkeiten
des Mediums zu und experimentierte mit den technischen Möglichkeiten.
1922 erfand er das "Rayogramm": Er legte die Gegenstände direkt
auf das Fotopapier und lichtete sie ab. Zusammen mit der Fotografin
Lee Miller entwickelte er die Technik der Solarisation in
der Dunkelkammern (zur Betonung von Konturen und Tiefe) weiter.
Parallel dazu entstanden die berühmten Portraits seiner Zeitgenossen
und Weggefährten, die eine Chronik der internationalen Avantgarde
der 20er und 30er Jahre bilden.
Darüber hinaus hat er jahrelang für die wichtigsten Modemagazine
wie Vanity Fair, Vogue und Harper's Bazar gearbeitet. Dieses
umfangreiche und vielfältige fotografische Werk, das Man Ray
geschaffen hat, macht ihn zu einem der wichtigsten Wegbereiter
der zeitgenössischen Fotografie.
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