man ray magie
09.07. - 18.09.2005
Man
Ray (Philadelphia 1890 - Paris 1976) gilt nicht nur als eine
der schillerndsten und produktivsten Figuren zwischen Dadaismus
und Surrealismus sondern auch als einer der größten Künstler
des 20. Jh. Er hat die Fotografie zur Kunst erhoben und sie
der Malerei und der Bildhauerei gleichgesetzt.
Er liebt das Spiel, die Desorientierung, experimentiert mit
allen ihm zur Verfügung stehenden Techniken. Er nennt sich
selbst einen "praktischen Träumer," ist Fotograf, Maler, Regisseur,
Zeichner, Graphiker und Bildhauer zugleich. "Ich male das,
was ich nicht fotografieren kann. Ich fotografiere das, was
ich nicht malen will. Ich male das Unsichtbare. Ich fotografiere
das Sichtbare."
Es ist die Frau, die ihn fasziniert. Ihr machtvoller Körper
öffnet die Tore des Unterbewussten, des Universums und führt
den Künstler in eine freie Traumwelt. "Eros c'est la vie."
Er hat die Atmosphäre vom Paris und New York der 20er - 40er
Jahre auf seinen Fotos eingefangen und Techniken wie die Solarisation
und das Rayogramm (foto off camera) erfunden.
Die Ausstellung zeigt 85 Fotos und 10 Objekte, ergänzend
werden auch vier seiner experimentellen Filme gezeigt. Die
Filme sind Leihgaben des Centre Georges Pompidou (Paris),
das das Man Ray-Archiv besitzt. Die ausgewählten Fotos spiegeln
einige der Grundthematiken des Künstlers wieder: Selbstportraits,
Akte, die berühmte Serie "La mode au Congo", Portraits seiner
bekannten Modelle Meret Oppenheim und Lee Miller und einige
bisher unveröffentlichte Arbeiten.
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Giò Marconi, Mailand
Kurator: Valerio Dehó, Bologna
Katalog: man ray magie, Damiani editore, Bologna ISBN 88-89431-33-4,
Euro 35.- >mehr
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