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Schmuck in der Kunst

Im 20. Jahrhundert haben sich zahlreiche Künstler mit "Schmuck" und mit dem menschlichen Bedürfnis "sich zu schmücken" auseinandergesetzt und in ihren Arbeiten "Schmuckstücke" als Motiv oder Material verwendet. Dabei beziehen sie sich sowohl auf das am Körper getragene und aus kostbaren Materialien gefertigte Schmuckstück, als auch auf andere Schmuckformen wie beispielsweise die Bemalung und Tätowierung des Körpers. Thematisiert wird nicht ausschließlich der "geschmückte Körper", sondern auch das Schmuckstück als ästhetisches Objekt, Schmuck im architektonischen Kontext oder aber Schmuck als kommerzielles Produkt. Auch die verschiedenen inhaltlichen Bedeutungen von Schmuck, die zum Teil auf psychologische und existentielle Bereiche verweisen, werden von Künstlern in ihren Arbeiten analysiert und hinterfragt.

 

 

 

 

Schmuck als ästhetisches Objekt: Einige Künstler haben sich in ihren Arbeiten mit Schmuckstücken oder einzelnen Schmuckmaterialien unabhängig vom Körper beschäftigt und dabei deren ästhetische Wirkung in den Vordergrund gestellt.

Michael Buthe, James Lee Byars, Jürgen Stollhans, Marcello Jori

Schmuck als Schmuck: Die Beziehung zwischen dem Schmuckstück und seiner Trägerin, d.h. die Auseinandersetzung mit der Funktion von Schmuck und der Auffassung, dass Schmuck die Trägerin nicht nur schmücken, sondern auch ihre Persönlichkeit unterstreichen sollte, ist das Thema einiger Fotoarbeiten.

Eugene von Bruenchenhein, Ugo Mulas, Anna und Bernhard Blume


Jürgen Stollhans
»Ring«, 1994
100 x 70 cm
Holzschnitt auf Papier
Als Cut out und Wandinstallation
Courtesy Otto Schweins Galerie, Köln

Auszeichnungen als Schmuck: Der Orden war ursprünglich eine Art militärischer Ausweis, der das Selbstverständnis, die Macht und die Identität des Trägers widerspiegelte. Mittlerweile gelten Orden als ehrenvolle Embleme von hoher politischer Bedeutung, die dazu dienen, die besonderen Leistungen und Verdienste auszuzeichnen.

Marcel Odenbach

 

Schmuck als Identifikation: Bei Schmuck handelt es sich auch immer um eine Form der Selbstdarstellung, denn er erfüllt zwei unterschiedliche Bedürfnisse des Trägers: es geht sowohl darum, die eigene Identität abzugrenzen, als auch darum, die Zugehörigkeit zur Gesellschaft, zu einer bestimmten Klasse oder Gruppe auszudrücken.

Andy Warhol, Nan Goldin, Valentina Seidel

Der geschmückte Körper: Älter als das bewegliche Schmuckstück, das auf dem Körper getragen wird, ist die direkte Verzierung des Körpers durch Körperschmuck wie Bemalung, Tätowierung oder Piercing. Bei diesen Formen des Körperschmucks handelt es sich mittlerweile um ein alltägliches und weit verbreitetes Phänomen.

Manfred Peckl, Daniele Buetti, Susan Pietsch und Valentina Seidel

 


Nan Goldin
»Jimmy Paulette after the parade«, 1991
C-Print, 50 x 61,5 cm
Banque et Caisse d´Epargne de l´Etat,
Luxembourg

Schmuck im öffentlichen Raum: Eine Künstlergruppe, die überwiegend im öffentlichen Raum arbeitet, hat das Thema "Schmuck" in den Kontext der Architektur übertragen und verschiedene Gebäude mit überdimensional großen Schmuckobjekten "geschmückt".

Inges Idee

 

Schmuck als Symbol der Macht: Die Krone, die sich im frühen Mittelalter aus dem römischen Ehren- und Siegerkranz sowie aus dem Diadem und dem Königshelm entwickelt hat, ist zugleich Kopfschmuck und Zeichen königlicher Würde. Sie repräsentiert eine allumfassende, höhere Ordnung, durch die das Handeln des Herrschenden legitimiert werden soll.

Stefan Kürten, Joseph Beuys

 

Schmuck als Konsumprodukt: Einige Künstler haben sich mit Schmuck im kommerziellen Kontext beschäftigt und dabei nicht nur Schmuck als Produkt, sondern auch die Instrumentalisierung von Schmuck thematisiert.

Haim Steinbach, Stefanie Klingemann

 

 

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