brillant(e)
Kunst als Schmuck
Bereits vereinzelt am Ende des 19. Jahrhunderts, aber vermehrt
im Verlauf des 20. Jahrhundert haben sich bildende Künstler
wie Jean Cocteau, Pablo Picasso, Max Ernst, Salvador Dalí,
Georges Braque, Ernst Ludwig Kirchner, Max Ernst und Alberto
Giacometti mit dem Thema der Schmuckgestaltung beschäftigt
und Schmuckstücke entworfen. Da diese Arbeiten meistens
im privaten Bereich für Freunde oder Verwandte entstanden
und in den Bereich der angewandten Kunst eingeordnet wurden,
sind sie oftmals in Katalogen und Werkverzeichnissen der jeweiligen
Künstler nicht erfasst.
Schmuck als Zitat: Oftmals werden von den Künstlern
ausgewählte Motive in einem kleineren Maßstab und
aus traditionellen Schmuckmaterialien angefertigt, so dass
die Schmuckstücke wie "Miniatur"-Ausgaben einzelner,
bereits bestehender Werke wirken.
Alexander Calder, Arnaldo Pomodoro, Giò Pomodoro,
Lucio Fontana, Pol Bury, César, Man Ray, Imi Knoebel,
C.O. Paeffgen
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César
Anhänger
»Compression dor«, ca. 1968
Gold, Edelsteine
5,80 x 3,40 x 1,50 cm
Sammlung Patricia Heripret, Paris |
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Schmuck als eigenständige Werke: Aber nicht immer
handelt es sich beim Künstlerschmuck um direkte Zitate
der eigenen Werke. Es existieren auch Schmuckstücke,
die von bildenden Künstlern entworfen wurden, ohne dass
bereits bestehende Werke in einen verkleinerten Maßstab
übertragen wurden. Obwohl diese Künstler auch ihre
Gestaltungsprinzipien aus der bildenden Kunst angewandt haben,
handelt es sich bei ihren Schmuckstücken jedoch um relativ
eigenständige Arbeiten.
Dieter Roth, Carsten Höller, Paola Pivi
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Paola Pivi
»anelli«, 2002
10 Ringe aus Gold
Courtesy Edizioni di Gioielli Elena Levi,
Roma
( fot ) Claudio Abate |